Verleumdungen jedoch durch eine Kirche, die nicht nur im Mittelalter Millionen verfolgt und massakriert, sondern auch noch im 20. Jahrhundert den bisher wohl größten Verbrecher aller Zeiten »immer wieder« und »eindringlichst« unterstützt hat; die ihm 1933 »um keinen Preis die Kräfte der Kirche entziehen«, vielmehr jedermann seiner »großen Aufbauarbeit« zuführen wollte; die 1935 »jede staatsfeindliche Handlung und Haltung von Mitgliedern strengstens« verwarf und auch 1936 »das Oberhaupt des Deutschen Reiches... mit allen Mitteln zu unterstützen« versprach; die ein Jahr vor Ausbruch des Krieges Hitlers »Wirken für die Zukunft mit ihren besten Segenswünschen« begleitete und bei Kriegsbeginn den katholischen Soldaten befahl, »aus Gehorsam zum Führer ihre Pflicht zu tun und bereit zu sein, ihre ganze Person zu opfern«; die 1941 seinen Überfall auf die Sowjetunion »mit Genugtuung« verfolgte und bekannte: »Wir haben immer wie der (!) und noch im Hirtenbrief des Sommers unsere Gläubigen zu treuer Pflichterfüllung, zu tapferem Ausharren, opferbereitem Arbeiten und Kämpfen im Dienste unseres Volkes in schwerster Kriegszeit eindringlichst (!) aufgerufen«, um dann gleich nach dem Zusammenbruch Hitler und die Nazis zu verdammen — Verleumdungen also durch eine solche Kirche empfinde ich als Ehre.
Mit Gott und den Faschisten, Karlheinz Deschner